Raum der Begegnung

Als ich vom Wettbewerb für das Opernhaus Zürich erfahren habe, war für mich schnell klar, dass ich einen Ort entwerfen möchte, an dem Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenkommen können. Ich wollte einen Raum schaffen, der sowohl bei schlechtem Wetter Schutz bietet als auch an sonnigen Tagen eine Auszeit vom stressigen Stadt-Alltag ermöglicht. Ein Ort zum Verweilen, Arbeiten, Begegnen oder einfach zum Entspannen.

Aus dieser Idee entstand der Entwurf eines gemeinschaftlichen, Bibliothek-artigen Raumes. Er soll offen, einladend und für alle zugänglich sein. Ein Raum, in dem man alleine sein kann, Freunde trifft, liest, lernt oder Zeit miteinander verbringt.

Im Zentrum des Raumes befindet sich ein grosses, rundes Sofa, das zum gemütlichen Sitzen einlädt. Von dort aus kann man durch die grosse, offene Fensterfront den Blick auf den Zürichsee geniessen. Entlang der Wände stehen Bücherregale mit einer vielfältigen Auswahl an Büchern für jedes Alter, die man in bequemen Sesseln lesen kann. Wer einen Computer benötigt, kann über wenige Stufen in einen leicht erhöhten Bereich gelangen, in dem frei zugängliche Computer für Recherchen zur Verfügung stehen. Viele Pflanzen im Raum sorgen für eine angenehme, ruhige Atmosphäre und machen den Ort noch gemütlicher und lebendiger.

Mit meinem Projekt möchte ich einen offenen Gemeinschaftsort schaffen, der Kultur, Wissen und Begegnung verbindet und sowohl für die Menschen der Stadt Zürich als auch für die Mitarbeitenden des Opernhauses einen Mehrwert bietet.

Für das Modell dieses Innenraums habe ich verschiedene Materialien verwendet, um die unterschiedlichen Elemente und Stimmungen möglichst realistisch darzustellen. Dazu gehören unter anderem Kappa für Wände und Flächen, Holz für tragende Elemente und Möbel, Karton für Strukturen, Filz für weiche Bereiche wie Sitzmöbel sowie Kunstmoos für die Pflanzen. Durch die Kombination dieser Materialien konnte ich die Atmosphäre des Raumes anschaulich und lebendig umsetzen.